Ein Weg, zwei Ufer
Die Welt der Strukturen und der Weg des Geistes — in einem Leben.
Markus Weigl, Wien
Mein Weg verlief lange wie zweigeteilt. Heute sehe ich, dass er eine einzige, folgerichtige Bewegung war.
Über zwei Jahrzehnte habe ich in der Welt der Wirtschaft gewirkt — in Beratung, Vertrieb und Führung, zuletzt in der Geschäftsführung. Ich kenne Verantwortung, Hierarchie, Wettbewerbsdruck und die Einsamkeit von Führungsrollen nicht aus Büchern, sondern aus eigener Erfahrung. Ich habe diese Welt mit all ihrer Kraft und all ihren leidvollen Dynamiken von innen erlebt.
Parallel dazu, und mit den Jahren immer mehr ins Zentrum rückend, ging ein zweiter Weg: der Weg der inneren Schulung. Ausbildungen in Coaching und psychosozialer Begleitung; vor allem aber eine über viele Jahre vertiefte Praxis in Meditation, daoistischer Heilkunst und Energiearbeit. Seit 2019 bin ich innerhalb meiner Schule — der Drachentor-Schule in Wien — lehrberechtigt für daoistische Meditation und Traditionelle Chinesische Energiearbeit.
Wie beide Wege zusammenfanden
Es war kein Bruch, der den einen Weg beendete und den anderen begann. Es war eine Reifung. Gerade weil ich den Druck der Strukturen am eigenen Leib getragen habe, ist in mir ein tiefes Verständnis dafür gewachsen, wie Leid in Systemen und in Menschen entsteht — und wie es sich wandeln lässt. Die Welt der Führung war nicht der Umweg vor der eigentlichen Arbeit. Sie war ihre Voraussetzung.
Heute lebt aus dieser Verbindung meine Arbeit: das Begleiten von Menschen an ihren Schwellen. Ich bringe beide Ufer mit — die gelebte Kenntnis der Welt und die gereifte Tiefe des geistigen Weges. Vielleicht kann ich gerade deshalb für manche Menschen die Brücke sein.
Was mich trägt
Eine jahrzehntelange eigene Übungspraxis. Die Überzeugung, dass Wandlung nicht erzwungen, sondern ermöglicht wird. Und die Erfahrung, dass in einem wirklich gehaltenen Raum Menschen sich selbst begegnen können, ohne sich zu verlieren.
Beruflicher Hintergrund
Für jene, die ihn suchen — der Weg in Stationen: